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CO2-Transparenz im Warenkorb - Bundesliga-Verein geht in die Klimaschutz-Offensive

Pünktlich zum Welttag der Umweltbildung setzt der VfL Wolfsburg neue Standards beim Thema Klimaschutz: Um eine Sensibilisierung für das Thema zu ermöglichen, veröffentlicht der Erstligist detaillierte CO2-Informationen beim Merchandise- und Ticketverkauf.


Wie viel CO2 liegt in meinem Warenkorb? Diese Frage stellte sich der VfL Wolfsburg im Rahmen seiner umfangreichen Klimaschutzstrategie “Race to Zero”, bei dem nun auch der Onlineshop ins Visier genommen wurde. Ab sofort werden deshalb die CO2-Emissionen vieler Merchandise-Artikel sowie der Stadion-Tickets transparent im Shop dargestellt.


Die Einbindung der CO2-Informationen im Onlineshop soll nachhaltigeren Konsum ermöglichen. “Konsument:innen reagieren zunehmend empfindlich auf Greenwashing und fordern Transparenz über die Klimawirkung ihrer Kaufentscheidungen,” erklärt die Yook Gründerin und Umweltwissenschaftlerin Varena Junge und ist überzeugt, “detaillierte Klimadaten für Produkte werden zukünftig genauso relevant wie Kalorienangaben bei Lebensmitteln.”

Neben Fanartikeln liegen im Wölfe-Onlineshop vor allem Stadion-Tickets im Warenkorb, die CO2-Emissionen entstehen hierbei primär durch die Anreise. Wer ab jetzt im Fan-Shop einkauft, ist hinterher klüger als vorher: Die Anreise mit dem Auto zum Heimspiel führt zu durchschnittlich zu 9 kg CO2, der Baumwoll-Hoodie liegt bei 3,94 kg CO2 und der Fan-Schal verursacht 2,45 kg CO2 durch Rohmaterialgewinnung, Produktion und Versand. Mit einem Klick im Bestellprozess können die Fans die CO2-Emissionen ihrer Anreise zum Stadion oder den ausgewählten Fanartikel direkt kompensieren. Für die Klima-Kompensation wird auf eine Kombination handverlesener Projekte gesetzt: ein internationales Waldschutz- und ein regionales Aufforstungsprojekt.


Über eine digitale Schnittstelle ist die CO2-Software des Hamburger Startups Yook mit dem Onlineshop des VfL verknüpft und liefert stets aktuelle Zahlen zum CO2-Fußabdruck ausgewählter Produkte sowie der Anreise zu den jeweiligen Spielorten. Yook hat einen selbstlernenden Algorithmus entwickelt, der Produkt- Markt- und CO2-Daten intelligent miteinander verknüpft und basierend auf wissenschaftlichen Prinzipien den CO2-Fußabdruck einer Bestellung automatisch ermittelt und visualisiert.


Für Nico Briskorn, Leiter Corporate Social Responsibility des Vereins, ist dies eine ideale Möglichkeit, um Aufmerksamkeit für das Thema Klimaschutz zu schaffen: “Was man nicht kennt, kann man nicht verändern. Daher schaffen wir CO2-Transparenz und können so gezielter Klimaschutzmaßnahmen ergreifen und es unseren Fans ermöglichen, mit einem Klick mitzumachen.”